French Bread Rolls


Dieses Rezept hat mich ein wenig Nerven gekostet. Zuerst war der Teig zu weich, dann zu fest. Die fertigen Brötchen nicht fluffig und schön faserig genug. Die leichte Süße und der buttrige Geschmack kamen nicht richtig durch. Ich wollte unbedingt softe Brötchen, die sich aber noch gut formen lassen. Nach mehreren Versuchen hab  ich es nun geschafft.

And here they are 🙂

Tipp

Das Ciabattamehl könnt ihr durch T45 oder Weizenmehl 405 ersetzen. Hier würde ich aber von der Schüttflüssigkeit etwa 20 g weniger verwenden.

Autolyse

500 g Ciabattamehl
145 g Wasser
145 g Milch

Zutaten mit der Hand mischen und 2 Stunden zur Autolyse stellen. Der Teig ist recht fest.

Hauptteig

Autolyseteig
250 g Lievito Madre (aufgefrischt)
100 g kalte Butter in Stücken
8 g     Salz
4        Eigelb
50 g Puderzucker

Alle Zutaten, außer der Butter, 6 Minuten im mittleren Gang kneten, Die Butter in Stücken hinzufügen und weitere 4 Minuten kneten, bis sie vollständig eingearbeitet ist.

Es folgt eine Stückgare von 3,5 Stunden bei 26 Grad. Während dieser Zeit wird der Teig 3 mal gedehnt und gefaltet.

100 g schwere Teiglinge abstechen, rund wirken und zur Stückgare auf Backpapier setzen.

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Teiglinge abstechen und rund wirken.

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Auf Backpapier setzen und abdecken.

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Die Teiglinge dürfen nun 1,5 Stunden ruhen. Je nachdem, wie die Raumtemperatur bei Euch ist, kann sich die Stückgare verkürzen, aber auch länger dauern. Denkt hierbei an den Fingertest.

Den Backofen rechtzeitig auf 220 Grad aufheizen, 8 Minuten mit Schwaden anbacken. Den Dampf nach dieser Zeit entweichen lassen und weitere 15 bis 17 Minuten bei 180 Grad fertig backen. Bitte mit Sichtkontakt, damit Eure Rolls nicht zu dunkel werden.

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Am besten noch warm mit Butter und Marmelade genießen. 🙂

 

Mandolina


Das Schlimmste am Verfassen eines Blogeintrages ist die Einleitung und die Namensfindung für das jeweilige Brot. Zumindest empfinde ich das so. Ich weiß nie, was ich großartig schreiben soll. Warum, wieso und weshalb ich ausgerechnet dieses Brot verblogge? Wie es schmeckt und wozu es passt ? Ob die Krume luftig oder feinporig ist ?

Oftmals handelt es sich um spontane Ideen. Ich öffne den Küchenschrank, sehe die Packung Mandeln und denke “ Ein Mandelbrot wäre auch mal geil!“ Dann grübel ich ein wenig vor mich hin, rechne hier ein bisschen und da ein bisschen. Überlege, welche Mehle wie zusammen passen könnten und bastel mir einen Plan.

Das funktioniert in vielen Fällen richtig gut und manchmal darf sich unser Nachbarschaf über ein missglücktes Sauerteigbrot freuen.

Das Mandolina ist ein leckeres mildes Sauerteig Nussbrot und passte perfekt zur ersten Kürbissuppe in dieser Saison. 🙂

Tipp

Anstelle des Urdinkel, könnt ihr auch Dinkelvollkornmehl verwenden. Das Ruchmehl kann durch Weizenmehl 1050 ersetzt werden. Euer Sauerteig bzw. ASG sollte gut triebstark sein, falls er es nicht ist, bitte vorher auffrischen.

Autolyse

200 g Urdinkel Blue Velvet
200 g Weizenruchmehl
200 g Ciabattamehl Tipo 0
420 g Wasser

Zutaten mit der Hand locker vermischen und 2 Stunden zur Autolyse stellen.

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Während dieser Zeit 200 g Mandeln schälen ( funktioniert am besten, indem man die Mandeln in eine Schüssel mit kochendem Wasser gibt und kurz einweichen lässt)  und in einer beschichteten Pfanne anrösten.

Hauptteig

Autolyse
120 g ASG aus dem Kühlschrank
200 g Mandeln
13 g   Salz

Die Zutaten im langsamen Gang mindestens 2 bis 4 Minuten kneten, bis ein homogener Teig entstanden ist.

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Den Teig in eine geölte Schüssel geben und 3 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. In dieser Zeit wird er alle 45 Minuten rund herum zur Mitte hin gedehnt und gefaltet.

Anschließend wird der Teig halbiert, rund oder länglich geformt, mit Maismehl bemehlt und in entsprechende Gärkörbchen gelegt. Es folgt eine 24 Stunden Gare im Kühlschrank.

Am Backtag den Ofen auf 250 Grad aufheizen, den ersten Laib aus dem Kühlschrank nehmen, mit einer Schablone verzieren, nach Lust und Laune einschneiden und 10 Minuten mit Dampf anbacken. Die Temperatur auf 210 Grad reduzieren, Dampf entweichen lassen und weitere 35 Minuten fertig backen. Mit dem zweiten Laib verfahrt ihr genauso, wie mit dem Ersten.

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Und genießen !!!!!

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Herbstbrot


Der Herbst rückt immer näher. Die Blätter werden bunt. Die Walnüsse und Kastanien fallen von den Bäumen und die Kürbiszeit fängt an. Vor Kurzem habe ich das erste Mal einen Butternut als Grillgemüse gegessen und war ganz begeistert von diesem aromatischen Kürbis. Warum also nicht ein Brot damit backen? Danke liebe Petra für die Inspiration. 🙂
Ein sehr aromatisches, ein wenig rauchiges und fluffiges Brot mit einer leicht süßlichen Note ist nun im Brotkörbchen gelandet.

Sauerteig

40 g ASG
40 g Weizenvollkornmehl
40 g Roggenvollkornmehl
80 g Wasser

Zutaten mischen und 6 bis 8 Stunden reifen lassen.

Kürbis- Kartoffelpüree

250 g Butternut
200 g Kartoffeln

Kartoffeln und Kürbis schälen und kleine Stücke schneiden. ( 2×3 cm). Den Backofen auf Grillfunktion stellen und das Gemüse ca. 20 Minuten garen. Danach mit dem Pürierstab oder Thermomix pürieren und kalt werden lassen.

Hauptteig

250 g Weizenruchmehl
250 g Ciabattamehl Tipo 0 violett
350 g Wasser
100 g Sauerteig ( nicht die gesamte Menge)
13 g   Salz
Kürbis/Kartoffelpüree

Die Zutaten mindestens 16 Minuten kneten bis ein homogener Teig entstanden ist. Er sollte sich vom Schüsselrand lösen.

Es folgt eine Stockgare von 3,5 Stunden in einer geölten Wanne. Mehrmals dehnen und falten. (insgesamt 3 mal)

Danach wird der Teig rund gewirkt und 1,5 Stunden im Gärkörbchen zur Stückgare gestellt.

Den Backofen auf 240 Grad aufheizen. Den Laib mit einer Schablone bemehlen, seitlich mit Schmackes einschneiden und mit Schwaden für 10 Minuten anbacken. Dampf entweichen lassen und weitere 40 Minuten bei 210 Grad fertig backen.

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Piccola – 80% Emmervollkorn


Ein Backkurs mit Pablo ist ja schon ein mega Erlebnis, aber ein Vollkornbackkurs mit Mike Zukowski ist der absolute Oberkracher. Ein Bäcker mit so viel Erfahrung und Wissen, dass es grad so kracht. Der mit einer Leichtigkeit und Eleganz Vollkornteige bearbeitet, dass man ihm stundenlang zugucken möchte. Ich bin nach Hause gekommen und wusste nicht wohin mit meinen vielen Inspirationen und Anregungen. Irgendetwas musste mit Vollkornmehl gebacken werden. PIZZA … Pizza geht immer und kleine Pizzen sowieso. 🙂

Autolyse

400 g Emmervollkornmehl
100 g Weizen Ruchmehl
350 g Wasser

Mehl und Wasser locker mischen und 4 Stunden zur Autolyse stellen.

Hauptteig

Autolyse
100 g ASG aus dem Kühlschrank
10 g Salz

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Durch die lange Autolyse ist ein kneten mit der Knetmaschine nicht mehr nötig. Per Hand mischt ihr die Zutaten so lange, bis ein homogener Teig entstanden ist. Bei mir hat das keine 3 Minuten gedauert.

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Es folgt eine 3 stündige Stockgare. Während dieser Zeit dehnt und faltet ihr den Teig alle 45 Minuten rund herum zur Mitte hin.

Anschließend in 4 Teiglinge a 240 g teilen, rund wirken und in einer Teigwanne platzieren.

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Sodele … Deckel drauf und 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag aus den Teiglingen direkt kleine Fladen formen. Am besten funktioniert das mit den Händen. Dabei lasst ihr den Rand etwas dicker.

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Juchuu .. endlich darf nach Herzenslust belegt werden. Dabei dürft ihr aber nicht vergessen, den Backofen auf höchste Stufe aufzuheizen.

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Bei 275 Grad 8 bis 10 Minuten backen und genießen. 🙂

Francois


T80 – auf Stein gemahlenes Weizenmehl.
Ein unglaublich geschmacksintensives und aromatisches Brot mit einer super fluffigen Krume und feinen Kruste. Für mich passt es perfekt in den Herbst. Ob zur Kürbissuppe oder zum Frühstück mit frisch eingekochter Marmelade, es ist der perfekte Begleiter.

Tipp

Eigentlich mag ich es gar nicht schreiben, da das T80 unvergleichlich ist, aber es ähnelt dem Weizenmehl 1050.

Sauerteig

40 g ASG
40 g Weizenvollkornmehl
40 g Roggenvollkornmehl
80 g Wasser

Zutaten mischen und 6 bis 8 Stunden reifen lassen.

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Autolyse

500 g T80
400 g Wasser

Zutaten locker mischen und 2 Stunden zur Autolyse stellen.

Hauptteig

100 g aufgefrischter Sauerteig
Autolyse
12 g   Salz

Zutaten mindestens 8 bis 10 Minuten zu einem homogenen Teig kneten. In eine geölte Schüssel geben und 3 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Während dieser Zeit 3 mal rund herum zur Mitte hin falten.

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Den Teig zu einem runden Laib wirken, mit Maismehl bestreuen und in ein Gärkörbchen geben.

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Nun darf er für 12 Stunden in den Kühlschrank.

Am Backtag den Ofen auf 240 Grad aufheizen. Den Laib direkt aus dem Kühlschrank einschneiden und 10 Minuten mit Schwaden anbacken. Temperatur auf 210 Grad reduzieren und für 40 Minuten fertig backen.

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