Kartoffelstangen mit Pekannuss

Es gibt Brote die, nachdem man sie das erste Mal gebacken hat, sofort anfixen. So erging es mir mit diesem Ciabatta. Ich bin ja eh ein absoluter Nussfreak und Freund von Kartoffelbroten. Das Schöne an diesem fluffigen Ciabatta ist, dass es auch Tage danach noch schön saftig und frisch bleibt, was eher selten ist bei dieser Art Brot.

Die Kartoffeln habe ich einen Tag zuvor dampfgegart und im Kühlschrank gelagert. Am nächsten Tag habe ich sie dann püriert. Die Pekannüsse werden nur grob gehakt.

Meinen Sauerteigstarter habe ich 2 Tage zuvor aufgefrischt. Wie ich genau dabei vorgehe, könnt ihr unter Sauerteigverknallt nachlesen.

REZEPT

Hauptteig

700 g Emilia
300 g Kamutvollkornmehl
200 g Sauerteigstarter aus dem Kühlschrank
320 g Kartoffelbrei
660 g Wasser
24 g Salz
10 g Flohsamenschalen
2 g Hefe frisch (optional)
250 g grob gehakte Pekannüsse

Alle Zutaten, außer den Nüssen, zu einem homogenen Teig kneten. Zum Schluß die Nüsse zufügen und kurz unterkneten. Den Teig halbieren und in zwei geölte Wannen geben.

Anschließend erfolgt eine Stockgare von 4 Stunden bei Raumtempertatur. Während dieser Zeit wird der Teig, wie im Video zu sehen, 4x gedehnt und gefaltet. Wann ihr das macht, ist völlig schnubbe.

Nach dieser Zeit wandert er für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank bei 8 Grad.

Am Backtag

Den Teig, wie im Video zu sehen, weiter verarbeiten. Bestreut ihn mit Maismehl, dann bleibt nichts auf eurer Arbeitsfläche kleben.

Nun habt ihr, wenn alles gut läuft, 6 kleine längliche Laiber, die sich nun noch 60 Minuten ausruhen dürfen, bevor es in den Backofen geht.

Den Ofen rechtzeitig auf 250 Grad mit Backstahl auf der untersten Schiene aufheizen.
Wenn die Teiglinge die Vollgare erreicht haben, sind sie bereit zum backen. Wer möchte kann sie noch mit Saaten bestreuen.

Die Delle, die ihr mit den Fingern eindrückt, geht nur sehr langsam zurück. Das heißt, dass die Vollgare erreicht ist und die Teiglinge gebacken werden können.

Die Teiglinge mit Schwaden für 10 Minuten anbacken, anschließend die Temperatur auf 200 Grad reduzieren, den Dampf entweichen lassen und weitere 15 Minuten fertig backen.

Donare

– Von Augenschmauspausen und Genießermomente –

Diese Ciabatta sind nicht geeignet für Leberwurstliebhaber, Nutellafreaks oder Marmeladenfans.

Dieses fein aromatische, grobporige Gebäck mit zartsplittriger Kruste ist ausschließlich als Beilagenbrot für sommerliche Salate, Antipasti, Käseplatten oder gegrilltem Schafskäse mit Peperoni und Tomate geeignet. Stellt euch vor, ihr tunkt dieses watteweiche Brot mit Röstaromen in würziges Olivenöl oder fein säuerlicher Vinaigrette und genießt einfach diesen Augenblick als Seelenschmeichler.

REZEPT

Autolyse

500 g Ciabattamehl violett
400 g Wasser

Zutaten klumpenfrei mischen und 2 Stunden im Kühlschrank quellen lassen.

Hauptteig

Autolyseteig
130 g Sauerteigstarter/ ASG aus dem Kühlschrank
2 g Hefe frisch
70 g Eclats
12 g Salz
50 g Wasser

Zutaten, außer Salz, Eclats und Wasser, zu einem homogenen Teig kneten. Anschließend Salz, Eclats und das Wasser schluckweise dazu geben. Den Teig solange kneten, bis er das Wasser komplett aufgenommen hat.

Euer Teig sollte anschließend, wie im Video zu sehen, ausschauen.

Es folgt eine 4stündige Stockgare bei Raumtemperatur (24 Grad aktuell bei mir in der Backstube). Während dieser Zeit sollte er, wie im Video zu sehen, 5x gedehnt und gefaltet werden.

Nach den 4 Stunden Reifezeit darf der Teig in der Wanne mit Deckel weitere 6 Stunden im Kühlschrank reifen.

Weiter geht`s!

Bemehlt euren Teig mit Maismehl oder Reismehl und stecht ihn nach Belieben ab.

Die Teiglinge auf Backpapier oder Dauerbackfolie setzen. Wenn gewünscht, noch mit Eclats oder Saaten bestreuen und eine Stunde ruhen lassen.

Den Backofen rechtzeitig auf 250 Grad aufheizen, Teiglinge mit Dampf/ Schwaden in den Ofen schießen und 10 Minuten anbacken.
Anschließend die Temperatur auf 200 Grad reduzieren, den Dampf entweichen lassen und weitere 15 Minuten fertig backen.

Hier seht ihr den direkten Vergleich. Einmal direkt vorm backen und fertig gebacken.

Es ist immer wieder faszinierend, was aus solchen Flundern entsteht.

Happy nachbaking, ihr Genießer oder die die es jetzt vielleicht werden. 🙂

Curcuma – Sommerbrot

Eines vorweg .. ein lieber Mensch hat mich zu diesem Rezept inspiriert.

Das Brot steht für Sonne, laue Sommerabende, betörenden Duft und entspanntes Genießen.

Die Farbe Gelb stimuliert nicht nur den Geist und Intellekt, wir verbinden mit ihr Vertrauen, Mut, Vitalität und pure Lebenslust. Sie wirkt stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd und steigert die Konzentration.
Curcuma oder auch gelber Ingwer ist seit langem ein fester Bestandteil der indischen Küche. Man sagt diesem Gewürz eine entzündungshemmende, antidepressive und anregende Wirkung nach.

Diese Eigenschaften in einem aromatischen und bekömmlichen Brot vereint, kann nur Freude, Gesundheit und gute Laune auslösen. 🙂

REZEPT

Autolyse

800 g Semola di grano duro Rimacinata
(Hartweizenmehl)
200 g Emilia www.bongu.de
700 g Wasser kalt

Mehl und Wasser klumpenfrei mischen und 2 Stunden im Kühlschrank zur Autolyse stellen.

Hauptteig

Autolyseteig
200 g Sauerteigstarter aus dem Kühlschrank
18 g Curcuma
24 g Salz
2 Eigelb
2 g Hefe (optional)

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und den obligatorischen Fenstertest nicht vergessen.

Den Teig 3 Stunden in einer geölten Wanne oder Schüssel reifen lassen. Während dieser Zeit 3x dehnen und falten

Den Teig halbieren, rund wirken und 10 Minuten entspannen lassen.

Anschließend werden sie lang gewirkt. Es gibt viele Methoden einen Laib zu einem länglichen zu formen. Zwei Möglichkeiten davon zeige ich euch in folgendem Video.

Anschließend werden die fertig geformten Laiber für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank zur weiteren Gare gestellt.

Am nächsten Tag .. noch etwas schlaftrunken wird ein Blick in den Kühlschrank geworfen. Die Teige sind schön aufgegangen und können direkt aus dem Kühlschrank gebacken werden.

Den Backofen auf 250 Grad mit Backstahl auf der untersten Schiene aufheizen.
Laiber vorsichtig auf einen Brotschieber oder ähnliches stürzen und nach Belieben einschneiden.

10 Minuten mit Schwaden anbacken. Anschließend den Dampf entweichen lassen, die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten fertig backen. Wer es nicht so dunkel mag, kann die letzten 20 Minuten die Backtemperatur auf 180 Grad reduzieren.

ein schön dunkles ausgebackenes Brot mit vielen Röstaromen

Pane con la faccina

Lang lang ist es her, dass ich ein neues Rezept verbloggt habe. Nun wird es aber mal wieder höchste Zeit für ein wunderbar flauschig saftiges Sommerbrot mit viel Geschmack und einer knusprigen Kruste. Durch die Zugabe von zweierlei Sauerteigen aus dem Kühlschrank seid ihr mit diesem Rezept sehr flexibel, sofern ihr die angegebene Menge vorrätig habt.
Wer eine Übernachtgare im Kühlschrank einbauen möchte, reduziert die Hefe auf die Hälfte und lässt die Teiglinge zwischen 12 und 24 Stunden lang reifen.
Das Rezept ist für 3 kleinere Brote ausgelegt. Natürlich könnt ihr einfach die Zutaten halbieren und 2 Brote backen.

REZEPT

Autolyse

500 g Semola di grano duro Rimacinata (Senatore Cappelli)
500 g Emilia http://www.bongu.de
760 g Wasser

Zutaten locker mit der Hand mischen und 20 Minuten quellen lassen.

Hauptteig

Autolyseteig
100 g Sauerteigstarter/ASG aus dem Kühlschrank
100 g Livieto Madre aus dem Kühlschrank
4 g Hefe
24 g Salz
20 g Olivenöl
100 g Hanfnüsse geschält

Alle Zutaten, außer dem Salz, dem Olivenöl und den Hanfnüssen, zu einem homogenen Teig kneten. Anschließend die restlichen Zutaten hinzufügen und unterkneten.
(Fenstertest nicht vergessen!!!)

Den Teig in eine geölte Wanne geben und 3 Stunden reifen lassen. Während dieser Zeit 3x dehnen und falten.

dehnen und falten in einer geölten Wanne

Anschließend in 3 Teile a 700 g teilen, rund wirken und 10 Minuten entspannen lassen.

Die Teiglinge, wie im Video zu sehen lang wirken, mit Maismehl bemehlen und in passende Gärkörbchen geben. Ihr könnt sie natürlich auch rund wirken.

Die Laiber dürfen nun 6 bis 8 Stunden im Kühlschrank bei 8 Grad weiter reifen, bevor sie gebacken werden.
Wer die Übernachtgare gewählt hat, lässt die Teiglinge entsprechend länger im Kühlschrank.

Nach 6 Stunden sind meine Teiglinge schön aufgegangen und bereit, um in den Ofen zu wandern.

Den Backofen mit Backstahl auf der untersten Schiene rechtzeitig auf 250 Grad aufheizen.

Die Laiber könnt ihr entweder zusammen oder nacheinander im Ofen backen. Durch die kalte Gare habt ihr absolut keinen Zeitdruck. Sie gehen den direkten Weg aus dem Kühlschrank in den Backofen. Wird eins gebacken, warten die anderen geduldig und gut gekühlt auf ihren Auftritt.

Die Teiglinge nach Belieben einschneiden und mit Schwaden/ Dampf in den vorgeheizten Backofen schießen. 10 Minuten anbacken, anschließend den Dampf aus dem Ofen entweichen lassen, Temperatur auf 200 Grad reduzieren und weitere 35 Minuten fertig backen.

Viel Spaß beim nachbacken.

Saaten-Poller

Seit langer Zeit bin ich Besitzerin einer Pollerform von www.ketex.de und nutze sie kaum bis gar nicht. Das soll sich aber in Zukunft ändern und Zukunft ist für mich heute. 🙂 Zylinderförmige Brote finde ich eigentlich total klasse und lecker belegt, auch ein absoluter Augenschmaus.

Tipp

Meinen Sauerteigstarter/ASG habe ich 2 Tage zuvor aufgefrischt.

Die Pollerformen habe ich mit einem Gemisch aus 20 g Mehl/ 20 g Kokosöl/ 20 g Sonnenblumenöl bestrichen, damit das fertig gebackene Brot gut aus der Form flutschen kann. Wer seine Form vorher eingebrannt hat und sich schon eine Patina gebildet hat, kann sich diesen Schritt natürlich sparen.

REZEPT

Autolyse

300 g Dinkelvollkornmehl Blue Velvet
200 g Weizenmehl 1050/ Weizenruchmehl
270 g Wasser
90 g Ricotta/ Quark/ Frischkäse

Zutaten mit der Hand mischen und 1 Stunde quellen lassen.

Quellstück

150 g Saaten gemischt
200 g Wasser
5 g Flohsamenschalen
12 g Salz

Saaten mit heißem Wasser übergießen, Flohsamenschalen und Salz hinzufügen und umrühren. Ebenfalls 1 Stunde quellen lassen.

Hauptteig

Autolyse
Quellstück
150 g Sauerteigstarter/ ASG aus dem Kühlschrank
3 g frische Hefe

Zutaten ca. 3 Minuten kneten, anschließend in eine geölte Wanne oder Schüssel geben und 1 Stunde ruhen lassen.

Nach dieser Zeit wird der Teig das 1. Mal gedehnt und gefaltet. Den Vorgang ein 2. Mal nach weiteren 60 Minuten wiederholen. Schaut hier auch mal nach dem Glutengerüst.

Nach dem 2. Mal dehnen und falten, ruht der Teig 30 Minuten. Anschließend 3 gleich schwere Teiglinge a 460 g abstechen, rund wirken und 10 Minuten entspannen lassen.

Die Teiglinge, wie im Video zu sehen, weiter verarbeiten.

Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig den Rand der Form erreicht hat.

Nach 2 Stunden Stückgare hat mein Teig den Rand der Pollerformen erreicht. Den Backofen habe ich rechtzeitig auf 250 Grad aufgeheizt.

Für 10 Minuten mit Schwaden anbacken. Anschließend die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und weitere 50 Minuten fertig backen.

Und hier sind sie .. die kleinen Saatenpoller !! 🙂

Hunger? … gut so .. das wollte ich erreichen !! 🙂

Schweizer Emmentalerbrot

Dieses super leckere Käsebrot habe ich nun schon mehrfach gebacken und bin so begeistert, dass ich das Rezept unbedingt mit euch teilen möchte. Dieses leichte flauschige Brot passt ganz hervorragend zu einem frischen Frühlingssalat, zum Grillabend mit der Familie oder auch zu leichten Gerichten.

Tipp

Meinen Sauerteigstarter habe ich einen Tag zuvor aufgefrischt und am Backtag direkt aus dem Kühlschrank verwendet

Eine Übernachtgare ist bei diesem Brot nicht empfehlenswert. Ich habe es einmal ausprobiert und empfand den Geschmack vom Käse deutlich weniger intensiv, als bei einer Direktführung des Teiges.

Ihr könnt natürlich auch eine andere Käsesorte benutzen, aber dann ist es kein Emmentalerbrot mehr. 🙂

REZEPT

Hauptteig

125 g Emilia
125 g Hartweizenmehl/ Semola di grano duro Rimacinata
130 g Wasser
50 g griechischer Joghurt
80 g Sauerteigstarter
6 g Salz
3 g frische Hefe
90 g geraspelter Emmentaler
50 g Butter

Alle Zutaten, außer dem Käse und der Butter, zu einem homogenen Teig kneten. Anschließend beides hinzufügen und solange kneten, bis die Butter komplett eingearbeitet ist. Fenstertest nicht vergessen!

Den Teig in eine geölte Wanne oder Schüssel geben und 2,5 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. Während dieser Zeit, wie im Video zu sehen, 2x dehnen und falten.

Anschließend wird der Teig zu einem länglichen Laib geformt, mit Maismehl bemehlt und in ein passendes Gärkörbchen zur Stückgare gegeben.

Nach 1 Stunde Stückgare war es bei mir soweit ..

Finale .. den Backofen mit Backstahl auf der untersten Schiene rechtzeitig auf 240 Gard aufheizen.

Meinen Laib habe ich bei Vollgare (die Delle beim Fingertest springt nur sehr langsam zurück) mit der Rasierklinge etwas verziert und mit Schwaden für 10 Minuten angebacken. Natürlich könnt ihr euer Brot ganz normal einschneiden.

Nach dieser Zeit den Dampf aus dem Backofen entweichen lassen, die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und weitere 35 Minuten fertig backen.

Schlesisches Landbrot

Ein grundehrliches Alltagsbrot, dass durch seine Einfachheit und fein säuerlichem Aroma besticht.

Tipp

Wer dieses Brot mit Übernachtgare backen möchte, reduziert den Sauerteigstarter auf 100 g und die Hefe auf 1 g. Die Stückgare erfolgt im Kühlschrank 12 bis 24 Stunden bei 8 Grad. Am Backtag den Teig akklimatisieren lassen bis er die Vollgare erreicht hat.

Meinen Sauerteigstarter habe ich 2 Tage zuvor aufgefrischt und für dieses Brot direkt aus dem Kühlschrank verwendet.

Anstatt Waldstaudenroggen könnt ihr auch Champagnerroggen, Lichtkornroggen oder ganz normales Roggenvollkornmehl nehmen.

Weizenmehl 1050 ist ersetzbar durch T80, Tipo 1 oder 2 oder Weizenruchmehl. Hierbei immer auf die Menge der Schüttflüssigkeit achten.

Glanzstreiche: 1 g Maisstärke mit 50 g kaltem Wasser mischen und unter rühren kurz aufkochen. Abkühlen lassen!

REZEPT

Hauptteig

350 g Weizenmehl 1050
150 g Waldstaudenroggenvollkorn
450 g Buttermilch
150 g Sauerteigstarter/ASG
5 g frische Hefe
12 g Salz
5 g Honig/ Malzsirup

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und in eine geölte Schüssel geben.

Den Teig 2,5 Stunden an einem warmen Ort reifen lassen. Anschließend zu einem länglichen Laib formen und in ein passendes Gärkörbchen geben.

Den Laib mit Maismehl bestreuen, so bleibt nichts kleben

Weitere 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Den Backofen mit Backstahl auf der untersten Schiene rechtzeitig auf 250 Grad aufheizen.

Wenn euer Laib die Vollgare erreicht hat, ( Fingertest → Delle springt nur sehr langsam zurück) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett oder Einschießer stürzen, mit Glanzstreiche bestreichen und mit einer Stipprolle über den Teig fahren.

Den Laib mit Schwaden in den Backofen schießen und 15 Minuten anbacken. Anschließend den Dampf entweichen lassen, Temperatur auf 180 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten fertig backen.

Tatis Schokitraum

Ein für mich recht ungewöhnlicher Wunsch meiner lieben Arbeitskollegin Tatjana. Ich bin ja eher der Meinung .. entweder Brot oder Kuchen, aber auf die Idee ein Schokibrot zu backen und zu kreieren, wäre ich im Lebtach nicht gekommen. Also los, ich liebe ja solche Herausforderungen. Tatsächlich muss ich mich auf das Urteil, was den Geschmack betrifft, vollends auf Tatjana verlassen und sie meint:“ LEGGER!“ 🙂

Mittlerweile haben wir einen Deal .. Handwerk gegen Handwerk .. sozusagen eine Win Win Situation. Tatjana ist nämlich ein unglaublich kreativer Kopf und bemalt Steine. ♥♥♥

Nun aber zum Rezept!

REZEPT

Autolyse

250 g backstarkes Weizenmehl 550
180 g Wasser

Zutaten mischen und 30 Minuten quellen lassen.

Hauptteig

Autolyse
60 g Livieto Madre aus dem Kühlschrank
2,5 g Hefe frisch
40 g Puderzucker/ Honig
15 g Backkakaopulver
5 g Salz
30 g geraspelte Schokolade dunkel
bei Bedarf 20 g Wasser zusätzlich

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und in eine geölte Schüssel oder Wanne geben.


3 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen und während dieser Zeit 3x dehnen und falten.

Anschließend zu einem runden Laib formen und in ein mit Maismehl bestreutes Gärkörbchen geben.

Den Backofen mit Backstahl auf der untersten Schiene rechtzeitig auf 240 Grad aufheizen.

Nach 1 Stunde Stückgare den Laib nach Belieben einschneiden und mit Dampf in den Backofen schießen. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 200 Grad reduzieren, Dampf ablassen und weitere 35 Minuten fertig backen.

Foto by Tatjana 🙂

Pan Gallego

Das Pan Gallego ist ein aus Galicien, eine Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens, stammendes typisches Traditionsbrot. Seine runde Form mit der markanten Kugel in der Mitte soll die spanische Königskrone darstellen. Es zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit und Frische aus, die die Pilger schon vor langer Zeit schätzten.

Tipp

Das Weizenmehl Tipo 1 entspricht unserem Weizenmehl 812 oder auch dem französischem T65. Hierbei sollte man darauf achten, dass es ein backstarkes Mehl mit einem relativ hohen W-Wert ist. Der W-Wert zeigt die Dehnbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Aufnahme von Wasser an. Umso höher der Wert, umso dehnbarer der Teig.

Den Waldstaudenroggen kann man durch normales Roggenvollkornmehl ersetzen.

Meinen Mischsauerteig habe ich 2 Tage zuvor aufgefrischt und direkt aus dem Kühlschrank verwendet. Weitere Informationen zu meinem Allrounder findet ihr unter Sauerteigverknallt

REZEPT

Autolyse

450 g Weizenmehl Tipo 1
50 g Waldstaudenroggen
360 g Wasser

Zutaten mit der Hand mischen und 20 Minuten quellen lassen.

Hauptteig

Autolyse
150 g Sauerteigstarter/ASG aus dem Kühlschrank
12 g Salz

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und in eine geölte Wanne geben.

Der Teig ruht nun insgesamt 4 Stunden bei Raumtemperatur und wird während dieser Zeit 4x gedehnt und gefaltet.

Anschließend zu einem runden Laib formen und abgedeckt 2 Stunden ruhen lassen.

Jetzt kommt das Schönste oder auch das Heikelste?! 🙂 … der niedliche Knubbel. Seid nicht zu zaghaft und traut euch ruhig ordentlich in den, mit Roggenmehl bemehlten, Laib zu greifen.

Nun heißt es wieder Kaffee trinken und 1 Stunde warten. Den Backofen rechtzeitig auf 250 Grad aufheizen. Ich backe auf Backstahl auf der untersten Schiene.

Den Laib mit Schwaden in den Ofen schießen und 10 Minuten anbacken. Anschließend die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und den Dampf entweichen lassen. Weitere 35 Minuten backen. Das Brot darf ruhig schön dunkel werden.

Ein feines Brot mit einer flauschigen Krume und einer krossen Kruste. Da braucht es nur ein kleines Stückchen Butter.

Saaten-Buttertoast-50/50

Dieses Saatenbuttertoast stand schon lange auf meiner „Mussichunbedingtaufmeinenblogverewigenliste“. (Punkt!) 🙂

Achtung .. das Rezept ist für 2 Kastenbrote a 1000 g und einem kleinen frei geschobenen Brot a 500 g ausgelegt. Wer nur eines backen möchte, halbiert einfach die Menge !!!!

Tipp

Das Weizenvollkornmehl kann durch ein anderes Vollkornmehl, wie z. B. Kamutvollkornmehl, Gelbweizenvollkornmehl oder Emmervollkorn ersetzt werden.

Wer keine Livieto Madre Zuhause hat, kann sie einfach weglassen.

Wer das Toast über Nacht im Kühlschrank reifen lassen möchte, reduziert die Hefe auf 2 g. Lasst den Teig hierfür mindestens 4 Stunden bei Raumtemperatur anspringen, gebt ihn direkt in die Kastenformen, deckt ihn ab und stellt ihn dann zur kalten Gare in den Kühlschrank. Am nächsten Tag könnt ihr eure Brote direkt aus dem Kühlschrank abbacken.

REZEPT

Quellstück

250 g Saaten
250 Wasser

Die Saaten in einer Pfanne anrösten, mit dem Wasser direkt in der Pfanne ablöschen und abkühlen lassen. So fangt ihr die feinen Röstaromen ein, die eurem Toast einen tollen Geschmack verleihen. Das Quellstück könnt ihr schon einen Tag zuvor zubereiten und im Kühlschrank lagern.

Hauptteig

500 g Weizenmehl 550
500 g Weizenvollkornmehl
670 g Milch
200 g Livieto Madre
24 g Salz
20 g Apfelsüße/ Honig
100 g Butter (kalt)
10 g Hefe (frisch)
Quellstück

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und in eine geölte Wanne geben. 2 Stunden an einem warmen Ort reifen lassen und während dieser Zeit 2x dehnen und falten.

Anschließend 8 gleich große Teiglinge a 250 g abstechen und rund wirken. Und, wie im Video zu sehen, zu länglichen Teiglingen formen.

Je 4 Teiglinge in eine Kastenform setzen, abdecken und so lange an einem warmen Ort reifen lassen, bis sie den Rand der Kastenform
(23 x 11 x 9,5 cm) erreicht haben. Bei mir hat das 3 Stunden gedauert.

Nun sind irgendwie noch knapp 500 g Teig übrig geblieben, den ich einfach rund gewirkt und mit dem Schluss nach unten in ein rundes Gärkörbchen gesteckt habe.

Nach insgesamt 5 Stunden Reifezeit, möchten meine Kastenbrote in den Backofen, den ich rechtzeitig auf 240 Grad aufgeheizt habe.

Ihr seht, der Teig hat den Rand der Kastenform schon erreicht.

Die beiden Kastenformen und wenn möglich, auch das kleine Brot, in den Backofen stellen und Schwaden, 10 Minuten anbacken. Anschließend den Dampf entweichen lassen, die Temperatur auf 200 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten fertig backen. Schaut zwischendurch mal in den Ofen, damit das Brot nicht zu dunkel wird. Ich habe es die letzten 20 Minuten bei 180 Grad fertig gebacken.

Wer das kleine Brot aus Platzgründen nicht mit backen kann, stellt es einfach solange in den Kühlschrank und backt es danach.

Und hier ist es nun .. das leckere Buttertoast und das kleine Scheisserchen. 🙂

ein absoluter Sattmacher und auch ungetoastet sehr lecker

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim nachbacken.