Schlesisches Landbrot

Ein grundehrliches Alltagsbrot, dass durch seine Einfachheit und fein säuerlichem Aroma besticht.

Tipp

Wer dieses Brot mit Übernachtgare backen möchte, reduziert den Sauerteigstarter auf 100 g und die Hefe auf 1 g. Die Stückgare erfolgt im Kühlschrank 12 bis 24 Stunden bei 8 Grad. Am Backtag den Teig akklimatisieren lassen bis er die Vollgare erreicht hat.

Meinen Sauerteigstarter habe ich 2 Tage zuvor aufgefrischt und für dieses Brot direkt aus dem Kühlschrank verwendet.

Anstatt Waldstaudenroggen könnt ihr auch Champagnerroggen, Lichtkornroggen oder ganz normales Roggenvollkornmehl nehmen.

Weizenmehl 1050 ist ersetzbar durch T80, Tipo 1 oder 2 oder Weizenruchmehl. Hierbei immer auf die Menge der Schüttflüssigkeit achten.

Glanzstreiche: 1 g Maisstärke mit 50 g kaltem Wasser mischen und unter rühren kurz aufkochen. Abkühlen lassen!

REZEPT

Hauptteig

350 g Weizenmehl 1050
150 g Waldstaudenroggenvollkorn
450 g Buttermilch
150 g Sauerteigstarter/ASG
5 g frische Hefe
12 g Salz
5 g Honig/ Malzsirup

Zutaten zu einem homogenen Teig kneten und in eine geölte Schüssel geben.

Den Teig 2,5 Stunden an einem warmen Ort reifen lassen. Anschließend zu einem länglichen Laib formen und in ein passendes Gärkörbchen geben.

Den Laib mit Maismehl bestreuen, so bleibt nichts kleben

Weitere 1,5 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Den Backofen mit Backstahl auf der untersten Schiene rechtzeitig auf 250 Grad aufheizen.

Wenn euer Laib die Vollgare erreicht hat, ( Fingertest → Delle springt nur sehr langsam zurück) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Brett oder Einschießer stürzen, mit Glanzstreiche bestreichen und mit einer Stipprolle über den Teig fahren.

Den Laib mit Schwaden in den Backofen schießen und 15 Minuten anbacken. Anschließend den Dampf entweichen lassen, Temperatur auf 180 Grad reduzieren und weitere 40 Minuten fertig backen.

13 Kommentare zu „Schlesisches Landbrot“

  1. Guten Abend,
    Das Rezept liest sich gut, Deine Schritt-für-Schritt Fotos sind toll. Hast Du schon mal probiert Brot mit Molke zu backen? Meinst Du ich könnte in diesem Rezept Die Buttermilch durch Molke ersetzen? Ich habe ein Käseexperiment durchgeführt und suche nun nach einem Weg die entstandene Molke zu verwenden.

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    1. Guten Morgen ☺
      Du kannst die Molke auf jeden Fall in diesem Brot verbacken. Es wird ganz herrlich schmecken. Du musst nur mit der Menge etwas vorsichtig sein, da Buttermilch von der Konsistenz her viel dickflüssiger ist.
      Viel Erfolg wünsche ich dir.
      LG Andrea

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  2. Ich bin gerade über Deinen Blog gestolpert. Ich suche nach einem Brotrezept, in dem ich Molke verarbeiten kann, die mir beim Versuch einer Bauernkäseherstellung angefallen ist. Meinst Du ich könnte die Buttermilch 1 zu 1 mit Molke ersetzen? Oder spricht da etwas dagegen?
    Lieben Gruß

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  3. Hallo,
    dein Rezept spricht mich ganz ungemein an. Ich würde es gerne nachbacken. Jedoch stellt sich mir eine Frage: Du schreibst, dass die Stückgare, bei ÜNG, im Kühlschrank erfolgen kann. Funktioniert das im Gärkörbchen? Wird der Teig darin nicht sehr feucht, so dass dieser am nächsten Tag nicht mehr aus dem Gärkorb geht und festhängt (trotz gutem bemehlen)? Würde mich über eine Antwort freuen und wünsche dir einen schönen Abend.
    Liebe Grüße
    Rosemarie

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    1. Liebe Rosemarie, das funktioniert sogar ganz fantastisch. Meine Stückgare erfolgt ausschließlich im Gärkörbchen. Wenn du deinen Laib mit Maismehl bemehlst und dein Gärkörbchen ebenfalls, bleibt generell nix kleben.
      Liebe Grüße und gutes Gelingen wünsche ich dir
      Andrea

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  4. Hallo Anna,
    lieben Dank für dieses Rezept.
    Ich habe etwas ASG im Kühlschrank stehen. Wie ist das Mischverhältnis, damit ich wie im Rezept angegebene 150 g Sauerteigstarter/ASG erhalte.
    Herzlichen Dank vorab für deine Antwort.
    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Liebe Anna, ich füttere meinen Sauerteigstarter immer mit Weizen- und Roggenvollkorn, du kannst dein ASG wie folgt füttern
      40 g ASG
      80 g Wasser
      40 g Roggen
      40 g Weizen
      Das lässt du 6 bis 8 Stunden reifen, nimmst dann 150 g vom Sauerteig und stellst den Rest wieder in den Kühlschrank.
      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
      Liebe Grüße und gutes Gelingen
      Andrea

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  5. Ich möchte mich dem Dank von Monika gerne anschließen. Wollte ich schon lange mal. Ich backe auch schon über 25 Jahre Brot. Dein Blog ist angenehm anzusehen, deine Rezepte und deren Ausführung aus meiner Sicht sehr gut und ich habe schon einiges nachgebacken.
    Es wird nicht die „Masterclass“ überall rausgehängt und ist dabei genau so gut oder besser wie manch andere „Hochglanz-Blogs“. Am Ende ist es Brot … das wir so gut wie möglich backen wollen. 🙂
    Liebe Grüße und weiter so
    Achi

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    1. Lieber Achi,
      ich freue mich sehr über dein Lob und die lieben Worte… ganz herzlichen Dank dafür.
      Für einen Blogger ist das wie ein Ritterschlag und motiviert, genauso weiter zu machen.
      Meine Passion ist nicht, den schönsten und größten Blog mit den meisten Klicks zu haben, sondern meine Brotbackfreude und die damit verbundene Begeisterung und Liebe zum Brotbacken zu teilen und zu vermitteln.
      Vielleicht spiegelt sich das in meinem kleinen bescheidenen Blog wieder.
      Ich wünsche dir einen sonnigen Sonntag
      LG Andrea

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  6. Hallo Andrea, da ich auf Deinem Blog erstmals einen Kommentar schreibe, möchte ich bedanken für die vielen tollen Rezepte, besonders die anschauliche und schöne Darstellung. Das Schlesische Landbrot spricht mich gerade sehr an. Ich liebe Brot, die nicht gar so aufwendig und zeitmäßig variabel sind. Da ich am Montag oder Dienstag kommender Woche backen möchte, würde ich gern wissen, wie es mit der Frischhaltung des Brotes aussieht? Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Wir sind nur noch 2 Personen und mögen kein Brot, das am nächsten Tag trocken schmeckt.
    Vorab schon Danke für die Antwort.
    Liebe Grüße nach Meckpomm von Monika, einer Sächsin, die es nach Bayern verschlagen hat.

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    1. Liebe Monika, erstmal herzlichen Dank für dein positives Feedback, ich freue mich sehr.
      Das Brot bleibt durch die lange Gare und der Buttermilch recht lange frisch und hat eine saftige Krume. Ich stelle es nur mit der Schnittstelle auf ein Holzbrett ohne es abzudecken.
      Da das Brot recht groß ist, kannst du es nach dem backen auch halbieren und eine Hälfte einfrieren. Das eingefrorene Brot kannst du dann bei Bedarf unbedingt im Gefrierbeutel auftauen und hast ein Brot, wie frisch gebacken.
      Liebe Grüße nach Bayern aus der Südpfalz
      Andrea 😊

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