Grumbeerbrot

Ein besonderes Herzstück meiner noch sehr jungen Backkarriere, ist mein Kartoffelbrot. Das Brot hält durch den Anteil an Kartoffeln sehr lange frisch, die Krume ist locker und die Kruste angenehm knusper.

Sauerteig

90 g   Wasser
100 g Weizen 1050
10 g   ASG

Vorteig

80 g   Milch
110 g Weizen 550
1 g     Hefe

Sauerteig und Vorteig 12 bis 16 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig

Sauerteig
Vorteig
400 g Kartoffeln gekocht und püriert
325 g Weizen 550
30 g   Roggen 997
15 g   Salz
5 g     Honig
5 g     Hefe

Alle Zutaten 15 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit miteinander verkneten. Den Teig  120 Minuten reifen lassen, in dieser Zeit 3 mal dehnen und falten. Nun wird der Teigling zu einem länglichen Laib geformt und ruht mit dem Schluss nach oben eine weitere Stunde im Gärkörbchen.

Denkt daran, den Ofen rechtzeitig auf 260 Grad auf zu heizen. Ich backe meine frei geschobenen Brote gerne auf Backstahl auf der untersten Schiene.

Bevor ihr den Laib in den Ofen schiebt, sollte er längs mit einer Rasierklinge oder einem scharfen Messer eingeschnitten werden. Sofort schwaden, nach 10 Minuten den Dampf ablassen und weitere 35 Minuten bei 220 Grad fertig backen.

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Rotkörnchen

Ich bin ein riesen Fan von Rotkornweizen. Den Namen verdankt dieses Korn seiner rotvioletten Farbe. Es ist eine alte und fast in Vergessenheit geratene Sorte, die zur Zeit glücklicherweise ihren Aufschwung erlebt. Der Rotkornweizen ist im Gegensatz zum herkömmlichen Weizen reich an Anthocyanen, Carotinoiden und Proteinen. Auf Deutsch: Er ist gesund und mit seinem leicht nussigen Geschmack auch noch super lecker.

Vorteig

110 g Rotkornweizen (Vollkorn)
110 g Wasser
1 g Hefe

Zutaten mischen und 12 h bei Raumtemperatur reifen lassen.

Quellstück

50 g Leinsamen
75 g kochendes Wasser

Leinsamen mit kochendem Wasser übergießen und 12 h quellen lassen

Autolyse

220 g Rotkornweizen (Vollkorn)
220 g Ruchmehl
320 g Wasser

Zutaten per Hand gut miteinander vermischen und eine Stunde zur Autolyse stellen.

Quellstück
Vorteig
10 g Salz
10 g Honig
4 g Hefe

Gebt nun diese Zutaten zum Autolyseteig und knetet den Teig 5 Minuten bei langsamer Geschwindigkeit, danach weitere 5 Minuten im schnellen Gang.

Der Teig sollte nun 2 Stunden reifen, während dieser Zeit alle 30 Minuten dehnen und falten, entweder in einer geölten Wanne oder in einer Schüssel.

Danach den Teig rund wirken und für 45 Minuten im Gärkörbchen gehen lassen.

Den Backofen auf 260 Grad rechtzeitig aufheizen.

Wer sich traut, kann es frei geschoben backen, ansonsten einen gusseisernen Topf im Ofen mit aufheizen und für 15 Minuten bei 260 Grad backen, Temperatur auf 240 Grad reduzieren, weitere 20 Minuten backen. Weitere 10 Minuten ohne Deckel bei 220 Grad zu Ende backen.

Wer es nicht im Topf backt, darf das Schwaden sofort nach dem einschießen nicht vergessen und nach 10 Minuten den Dampf wieder abzulassen.

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Cheesy

Kennt ihr das? Ihr schlendert durch den Supermarkt, entdeckt neue Produkte in den Regalen und überlegt, ob man diese in einem Brot verarbeiten könnte? Mir passiert das sehr oft. So kam es, dass ich beim einkaufen geraspelten Cheddar entdeckte. Dieser wanderte natürlich in meinen Korb und Zuhause dann in den Teig. Rausgekommen ist dieses wunderbar käsige Topfbrot.

Vorteig 1

100 g Wasser
100 g Ruchmehl
1 g      Hefe

Vorteig 2

50 g Lievo Madre
50 g Ruchmehl
30 g Wasser

Vorteig 1 und 2 über Nacht bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig

Vorteig 1
Vorteig 2
150 g Ruchmehl
120 g T65
150 g Wasser
8 g      Salz
2 g      Hefe
80 g Cheddar geraspelt

Alle Zutaten, außer dem Cheddar, 15 Minuten verkneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen. Danach gebt ihr den Cheddar zum Teig und knetet  nochmal eine Minute.

Den Teig gebt ihr nun in eine geölte Wanne. Insgesamt sollte er 2 Stunden reifen. Während dieser Zeit alle 30 Minuten dehnen und falten. Nach dieser Zeit den Teig rund wirken und in einem Gärkörbchen parken. Eine weitere Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.

Den Ofen mit gusseisernem Topf rechtzeitig auf 260 Grad vorheizen.

Den Teigling in den Topf gleiten lassen und für 20 Minuten mit Deckel backen, Temperatur auf 240 Grad reduzieren und weitere 15 Minuten backen. Die Temperatur ein weiteres Mal reduzieren und die letzten 10 Minuten bei 220 Grad ohne Deckel fertig. backen.

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Mailänder

Dass das Sternzeichen Skorpion leidenschaftlich und zielstrebig ist, trifft den Nagel auf den Kopf. So kam es, dass ich mich mit diesen Eigenschaften einem Brötchenrezept gewidmet habe. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um ein für mich leckeres Brötchen zu kreieren.

Hauptteig

300 g Ciabatta Tipo 0
230 g Milch
6 g Hefe
6 g Salz
6 g Barlimalt Caramell
5 g Olivenöl

Alle Zutaten mindestens 12 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit kneten.

Für 3 Stunden bei 25 Grad reifen lassen.

Man kann diesen Teig auch abends vorbereiten, um morgens pünktlich zum Frühstück frische Brötchen zu genießen. Dabei sollte man die Hefe um die Hälfte reduzieren, den Teig bei Raumtemperatur 2 Stunden anspringen lassen und über Nacht im Kühlschrank parken. Am nächsten Morgen den Teig für 30 Minuten akklimatisieren lassen und wie folgt weiter vorgehen.

In 100 g schwere Teiglinge abstechen und rund wirken.

Den Ofen auf 240 Grad vorheizen.

Teiglinge nach 45 Minuten einschneiden und mit schwaden für 10 Minuten auf Backstahl auf der unterste Schiene anbacken. Temperatur auf 220 Grad reduzieren, Dampf ablassen und weitere 8 bis 10 Minuten fertig backen.

Speedy 2

Geschmacklich gutes und bekömmliches Brot braucht Zeit. Manchmal muss es allerdings etwas schneller gehen. Schnell, lecker und bekömmlich, passt  das überhaupt zusammen? Wenn man dem Teig eine gewisse Zeit zum reifen gibt, ist das möglich. Hier haben Forscher heraus gefunden, dass ein Teig mindestens 4 Stunden gehen sollte, um bekömmlich und gut verträglich zu sein.

Hauptteig

360 g Ruchmehl
100 g Ciabatta Tipo 0
115 g Lievito Madre aus dem Kühlschrank
160 g Quark
200 g Hefewasser
60 g   Wasser
5 g     Hefe
10 g   Salz

Alle Zutaten miteinander verkneten (15 bis 18 Minuten).
Den Teig in eine geölte Wanne geben und 4 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen. In der Zeit 3 mal dehnen und falten. Danach rund wirken und nach Lust und Laune formen, ob Gärkörbchen oder andere Form. Nochmals 45 bis 60 Minuten ruhen lassen.
Einen gusseisernen Topf auf 250 Grad vorheizen, den Teigling 20 Minuten mit Deckel backen, danach Temperatur auf 220 Grad reduzieren und 15 Minuten backen, Deckel entnehmen und weitere 10 Minuten fertig backen.

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Saatlinge

Die Saatlinge .. eines meiner ersten Rezepte, die ich momentan etwas modifiziere. Ich mag es einfach und unkompliziert, ohne diese vielen Vorteige und Vorbereitungen. Deshalb bekommen diese Brötchen einen neuen und frischen Anstrich. Also .. los geht`s.

Tipp

Die Saaten könnt ihr beliebig tauschen, Hauptsache die Menge stimmt.

T 55 kann durch Breadflour oder Ciabattamehl Tipo 0 ersetzt werden.

Wer diese Brötchen mit Übernachtgare backen möchte, sollte die Hefe auf 1 bis 2 g Hefe reduzieren.

Quellstück

20 g schwarzer Sesam
50 g Leinsamen
30 g Kürbiskerne
50 g Sonnenblumenkerne
5 g Flohsamenschalen
225 g kochendes Wasser

Saaten mit heißem Wasser übergießen, quellen und abkühlen lassen.

Autolyse

500 g T55 Gruau
120 g Milch
200 g Wasser
160 g Livieto Madre (einen Tag zuvor aufgefrischt)
6 g Hefe

Während das Quellstück vor sich hin quellt, kümmert ihr euch um den Autolyseteig. Zutaten ca. 45 Sekunden kneten (ersetzt das kneten per Hand) und 45 Minuten quellen lassen.

Hauptteig

Quellstück
Autolyse
12 g Salz

Alle Zutaten 6 Minuten im mittleren Gang kneten, bis ein homogener Teig entstanden ist.

Es folgt eine 2 stündige Stockgare bei Raumtemperatur.

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Anschließend 100 g schwere Teiglinge abstechen und rund wirken. Diese werden auf ein mit Backpapier oder Dauerbackfolie ausgelegtes Lochblech gesetzt und dürfen weitere 1,5 Stunden bei Raumtemperatur reifen. Wer möchte, kann sie mit Saaten oder Eclats bestreuen.

Den Ofen auf 240 Grad vorheizen. Die Teiglinge einschneiden und 8 Minuten mit Schwaden anbacken. Die Temperatur auf 200 Grad reduzieren, Dampf entweichen lassen und weitere 12 bis 15 Minuten fertig backen.